FORSCHUNG

Übersicht

Im Zentrum des Forschungsprogrammes stehen drei für die adaptive Im-munantwort wichtige Zellpopulation. Das sind die für die Initiierung der Immunantwort notwendige Dendritische Zellen (DZ), die an der Verstär-kung aber auch an der Regulierung der Immunantwort beteiligten T-Zellen und die für die adaptive humorale Immunität essentiellen B-Zellen inklusive ihrer Effektorzellen und Effektormoleküle, den Antikörper.

In diesem Forschungsschwerpunkt interessieren uns vor allem extra- und intrazellulare Signale und Faktoren, die die Aktivierung dieser drei Zellentypen und ihre Interaktion kontrollieren . Über die molekulare Analyse dieser drei Zellreihen vor allem in Mausmodellsystemen sollen nun einige dieser für die physiologische Aktivierung und Regulierung notwendigen Schlüsselsignale und Moleküle aufgeklärt und deren Rolle bei der Entstehung von Autoimmunität und entzündlichen Erkrankungen aufgeklärt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir Immunologen rekrutiert, die sich mit dieser Fragestellung hier Erlangen in enger Kooperation seit einigen Zeit beschäftigen. Der bisherige Schwerpunkt bei diesen Antragstellern lag eindeutig auf der Seite der B-Zellen. Allerdings wurde der Kreis der Projektleiter durch die Neuberufungen etlicher Professorinnen und Professoren sowie durch die Etablierung junger Nachwuchsgruppen bereichert, sodass wir heute qualitativ und quantitativ gleich starke Gruppierungen in allen drei Projektbereichen aufweisen können.


Die Projekte der Antragsteller
BEREICH A: Dendritische Zellen als Initiatoren und Regulatoren der adaptiven Immunität
A1: Antigenprozessierung in aktivierten Dendritischen Zellsubpopulationen (Dudziak)
A2: Aktivierung humaner Antigen-präsentierender Zellen durch Glykolipid-Adjuvanzien (Lang)
A3: Charakterisierung der biologischen Funktion von CD83 auf reifen Dendritischen Zellen mittels

eines gewebespezifischen Knock-out (Steinkasserer)

A4: Rolle der Interaktion therapieinduzierter toter Tumorzellen mit Dendritischen Zellen und

Makrophagen bei der Induktion von Tumor-Immunität (Gaipl)

A5: Effektor- und Regulatorfunktionen von dendritischen Zellen bei der experimentellen Leishmaniose

(Schleicher/Bogdan)

BEREICH B: T-Zellen als Effektoren und Regulatoren der Immunabwehr und Immundeviation
B1: Funktion des neu identifizierten Adaptorproteins IMTAG-2 in lymphozytären Effektorzellen

(Gessner)
B2: Mechanismus der DN-T-Zell-vermittelten Suppression von humanen CD4+ und CD8+

T-Zellantworten (Mackensen)

B3: Rolle von BATF bei der Generierung von Effektor- und regulatorischer T-Zell-Antworten bei

Asthma bronchiale (Finotto)

B4: Funktionelle Bedeutung autophagischer Prozesse für das adaptive mukosale Immunsystem bei

chronischer Colitis (Wirtz/Neurath)

BEREICH C: B-Zellen und Antikörper als Effektoren der humoralen Im-munität
C1: Rolle von Siglec-G in B1-Zellen, insbesondere in der Regulation von systemischer Autoimmunität

und Infektionsabwehr (Nitschke)

C2: Einfluss von Virus-Wirt-Interaktionen auf die humorale Immunantwort gegen das murine

Cytomegalievirus (Winkler)

C3: Rolle von B-Zellen in der Differenzierung von Osteoklasten und im Knochenstoffwechsel

(Schett/David)
C4: Rolle von mikroRNAs bei der terminalen Plasmazelldifferenzierung (Jäck)
C5: Rolle von NF-?B bei der Apoptoseregulation in Plasmazellen (Voll)
C6: Untersuchungen zum Mechanismus der differentiellen Antikörper-Glyko-sylierung (Nimmerjahn)

Die Projekte der assoziierten Projektleiter
AP1: Autoantikörpern die mit Chemoattraktion und Clearance apoptotischer Zellen interferieren

(Herrmann)
AP2: Analyse regulatorischer T-Zellen unter Einsatz der Aptamertechnologie (Lechmann)
AP3: Die Rolle des Adaptorproteins Swiprosin-2/EFhd1 während der B-Zell-entwicklung (Mielenz)
AP4: Tumorvakzinierung mittels virusaktivierter plasmazytoider dendritischer Zellen (Schmidt)
AP4: Rolle von NK-Zellen bei der adaptiven Immunität im Rahmen der antileukämischen Reaktion

  nach allogener Knochenmarktransplantation (Ullrich)